Donnerstag, 21. November 2013

Hallo, nach sehr langem Schweigen!

Oh, je, jetzt hab ich dir lang nix mehr von mir erzählt! Nicht, weil ich keine Lust hatte, dir von meinen Freunden zu berichten, das darfst du nicht glauben. Aber leider geht es meiner Freundin Susanne sehr schlecht, weil ihre Mama seit dem Frühjahr sehr, sehr krank ist.
Nicht nur, dass ich daher noch mehr Zeit verbringe mit ihr als üblich, sondern es schien mir auch total unpassend, lustige Geschichten zu erzählen, wenn Susanne so traurig ist.

Wenn Susanne mich gefragt hat, warum ich nichts mehr schreibe, dann hab ich immer gemeint, dass ich keine Lust hätte, keine Zeit und so weiter. Aber kürzlich hat sie dann herausgefunden, worum es mir wirklich geht.
"Du bist ganz schön blöd!"
Das waren ihre Worte. Typisch Susanne. Immer ganz direkt.
"Grad weil es mir nicht gut geht, will ich doch deine lustigen Geschichten lesen!"

Also gut. Dann beginne ich doch wieder damit, die Erlebnisse mit meinen Freunden aufzuschreiben. Es ist ja nicht so, dass wir nicht oft genug Spaß haben!

Eine Geschichte fällt mir da sofort ein, die mit dem Hund. Die war echt lustig!

Meine Freunde haben mich letzten Sonntag besucht, gleich alle vier. Wir sind im Donaupark spazieren gegangen, da waren wir schon ein paarmal, meinen Freunden gefällt's da recht gut. Na, jedenfalls kam eine Frau mit ihrem Hund daher. Und - du wirst es nicht glauben - der Hund konnte meine Freunde sehen! Er ist um Tara herumgetänzelt und schwanzwedelnd an Wala hochgehüpft. Das Frauerl vom Hund konnte meine Freunde natürlich nicht sehen. Stell dir das mal bildlich vor, wenn ein Hund plötzlich um nix herum im Kreis läuft und sich dann auf die Hinterbeine stellt und gegen jede Physik schräg stehen bleibt, so wie Michael Jackson in einem seiner Videos. Wobei ihm allerdings die Schuhe festgeklebt worden sind, oder so.

Den Blick von der Frau auf ihren Hund kann man mit Worten gar nicht beschreiben, sie ist so was von baff!
"Was ist denn das, Rufus, was machst du denn?", fragt sie total verwundert.
Maki und Totu fangen natürlich wieder mal zu lachen an.
"Kachkachkachkach!"
"Knaknaknakna!"
Was passiert? Du hast's sicher schon erraten: ich muss mitlachen.
"Hört auf, haha!"
Uups, das ist mir rausgerutscht.
"Was sagst du?", fragt die Frau.
"Äh, ich meine, dass sie mit ihrem Hund im Zirkus auftreten können", stoße ich zwischen zwei Lachern hervor.
"Ich versteh' das nicht", sagt sie ärgerlich, "Rufus, komm jetzt da weg! Und du, mach dich nicht lustig über uns!"
"Würde ich nie tun", antworte ich und versuche ein ernstes Gesicht. Das gelingt mir nicht so richtig, irgendwie reiße ich bloß die Augen weit auf.
"Kachkachkach, du kannst kannst auch im Zirkus auftreten Zirkus auftreten", ruft Maki.
"Hör auf zu lachen", zische ich.
"Ich lache ja gar nicht", meint die Frau ärgerlich, "hör du auf!"
Oh je, das wird immer schlimmer!
"Knaknakna, am bestena nixi mehr sagen, Petera", rät Totu lachend.
Auch Tara und Wala haben nun zu kichern begonnen, was nicht wirklich hilfreich ist für mich.
"Aufhören, bitte aufhören", füstere ich.
"Ja", sagt die Frau zornig, "ich höre nun auf."
Wieso hat sie so gute Ohren? Dann nimmt sie ihren Hund beim Halsband und geht ganz schnell weg. Der Hund wehrt sich ein bissel, will bei meinen Freunden bleiben, aber die Frau ist stärker.
"Sie könnten sicher viel Geld mit dem Hund und seinem Kunststück verdienen!", rufe ich ihr nach.
Mittlerweile - das liegt auf der Hand - haben sich Maki und Totu auf den Rücken geworfen, strampeln mir ihren Beinen in die Luft und lachen, was das Zeug hält.

Tara und Wala tanzen um mich herum und rufen immer wieder:"Hör zu lachen auf Peter!"

Schließlich lachen wir alle, bis uns die Luft ausgeht. Die Frau wird von diesem Erlebnis vielleicht noch ihren Enkelkindern erzählen. Ein Hund, der schräg auf seinen Hinterbeinen steht! Echt krass, nicht?